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Landratskandidat Christian Engelhardt besucht Lautertal

Landratskandidat Christian Engelhardt besucht Lautertal

Energiewende ist ein wichtiges kommunalpolitisches Ziel

Christian Engelhardt: „Die Umsetzung der Energiewende ist ein wichtiges kommunalpolitisches Ziel“ – „Standorte aber nur im breiten Konsens umsetzen“. Gesellschaftspolitisch war das Ziel der Energiewende, rascher Ausstieg aus der Kernenergie hin zu erneuerbaren Energien nach dem Unglück von Fukushima, schnell als breiter Konsens formuliert. Welche Probleme die Umsetzung aber konkret Vorort bereitet, konnte Christian Engelhardt, CDU-Landratskandidat, bei der Bürgerinitiative IGW-Lautertal und IKB (Initiative Knodener Bürger) in Knoden (Lautertal) persönlich erfahren. Bei herrlichem Sonnenschein und einem kleinen Spaziergang mit rund zwanzig Mitgliedern der IGW unter Leitung des Sprechers Markus Bormuth und Hans–Dieter Bickelhaupt, Ortsvorsteher von Knoden, wurde Engelhardt der angedachte Standort für die 3 einst geplanten Windkraftanlagen auf der Vorrangfläche direkt am Rande des Ortes gezeigt und die Historie und die Arbeit der Bürgerinitiativen geschildert. Klar und deutlich wurde die Forderung formuliert, dass diese Fläche aus dem Regionalentwicklungsplan als Vorrangfläche gestrichen werden müsse.

Der Mensch muss im Kern der Interessensabwägung stehen

„Für mich und meine politischen Leitlinien steht der Mensch im Mittelpunkt. Die Energiewende ist beschlossen und auch der Landkreis Bergstraße wird zum Ausbaus der Windenergie beitragen müssen, wobei eine Bauentscheidung nur im Konsens mit der Mehrheit der Bürger vor Ort getroffen werden kann“, stellt Christian Engelhardt klar. Er werde sich in Anbetracht der jetzigen Faktenlage, wie insbesondere das Vorkommen des Rotmilans und verschiedener Fledermausarten – wenn sich das Bild genauso eindeutig wie von der Bürgerinitiative dargestellt erweist – für die Herausnahme der Vorrangfläche aus dem Regionalplan einsetzen. Zudem werde er bei der Debatte um den Landesentwicklungsplan in Frage stellen, ob es nicht besser sei, anstelle fester Vorgaben von Abständen zu flexiblen Abständen – abhängig von der Topographie und den örtlichen Gegebenheiten – zu kommen. Dabei müsse jeweils der Mensch im Kern der Interessensabwägung stehen! Jedenfalls mache es keinen Sinn, eine Fläche als Vorrangfläche zu planen, wenn sie aufgrund gesetzlicher Vorgaben des Naturschutzes nicht für Windkraft genutzt werden könne.

Politische Entscheidungen müssen frühzeitig transparent gemacht werden

Am Beispiel der Windkraftanlagenthematik in Knoden wurde Engelhardt einmal mehr in seiner klaren Überzeugung bestätigt, dass politische Entscheidungen frühzeitig transparent gemacht und die Bürger auf dem Weg dorthin mitgenommen und eingebunden werden müssen.

Besuch der Feuerwehrstandorte

Gemeinsam mit den BI‘s und unter Führung von Dr. Kuhn, stellvertretender Vorsitzender der CDU Lautertal, ging es in den Ortsteil Schannenbach, um von Ortsvorsteher und Wehrführer Harald Lannert die gelungene Fusion von Feuerwehrstandorten anzuschauen und zu diskutieren. „Gerade bei so dicht zusammenliegenden Standorten ist es sinnvoll, Kräfte zu bündeln und nach gemeinsamen Lösungen zur engen Zusammenarbeit zu suchen“, betont Engelhardt, „gerade in Zeiten erwarteter Flexibilität am Arbeitsplatz ist es enorm schwierig, die aktive Wehr aufrechtzuerhalten.“ Im Gasthaus „Zum Odenwald“ wurden die Themen von den Teilnehmern weiter vertieft.
In Gadernheim konnte sich Engelhardt mit Wehrführer P. Degenhardt und dem stellvertretendem Wehrführer J. Bersch über die Arbeit der aktiven Feuerwehren in Lautertal mit seinen vielen Ortsteilen informieren und über die gute Zusammenarbeit der Wehren innerhalb Lautertals, aber auch über die Ortsgrenzen hinweg mit Lindenfels/Kolmbach austauschen. Auch hier wurde über organisatorische, personelle und räumliche Fragestellungen bei der Zusammenarbeit gesprochen und die rechtlichen Hemmnisse, die in der Feuerwehr-Organisationsverordnung (FwOVO) verankert sind. Landratskandidat Engelhardt sagte zu, dieses Thema mitzunehmen und anzugehen.

Lindenfels: Nahversorgung der Bevölkerung mit breiter und abwechslungsreicher Produktpalette

Als letzte Station im Lautertal stand ein Besuch des Edeka Marktes Jakobi und Gespräch mit dem Geschäftsführer Marco Jakobi auf dem Plan. Als ein über Generationen im Lautertal verankerter und gewachsener Familienbetrieb und einer der größten Arbeitgeber sorge der Markt weit über die Ortsteilgrenzen hinweg die Nahversorgung mit einer breiten und abwechslungsreichen Produktpalette. Besonders auf die Vermarktung regionaler Produkte werde großen Wert gelegt, erläuterte Herr Jakobi dem Landratskandidaten Christian Engelhardt und Dr. Kuhn. So würden beispielweise Produkte der Lindenfelser Landmetzgerei Vollraths angeboten, wie auch der selbst hergestellte Kochkäse oder einheimischer Honig. Die Kunden schätzen die Qualität und kauften gerne Lebensmittel, die in der eigenen Region hergestellt werden. Dennoch sei die Lebensmittelbranche ein hart umkämpfter Markt und man müsse sich ständig weiterentwickeln, um im Wettbewerb gerade auch mit Discountern bestehen zu können. Daher plane die Familie Jakobi ein weiteres Standbein am Standort Bensheim auf dem Güterbahnhofsgelände zu eröffnen. Gerne versprach Engelhardt bei der Eröffnung im Sommer dabei zu sein.