Christian Engelhardt unterwegs im Kreis Bergstraße

Landrat Christian Engelhardt

55 Prozent Frauen in Führungsposition – Kreis Bergstraße geht mit gutem Beispiel voran

Über die Hälfte der Führungskräfte im Landratsamt sind weiblich

Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums zum Equal Pay Day möchte Landrat Christian Engelhardt einmal schauen, wie es in seiner Verwaltung bezüglich der geschlechterbezogenen Stellenbesetzung aussieht. Nach den internen Berechnungen läuft in seiner Behörde in diesem Bezug alles richtig: „55 Prozent, das heißt über die Hälfte der Führungskräfte in der Kreisverwaltung sind weiblich“, freut sich der Verwaltungschef und mit ihm seine beiden Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Melanie Knauf und Nicole Schmitt. Denn deren Aufgabe ist es nach dem Hessischen Gleichberechtigungsgesetz als Teil der Dienststellenleitung mehr Frauen in Führung zu bringen. „Betrachtet man nur die Riege der Abteilungsleitungen ohne deren Stellvertretungen, haben wir sogar einen Frauenanteil von 60 Prozent“, betont Landrat Engelhardt.

Im Hinblick auf den Equal Pay Day, der in Deutschland in diesem Jahr einen Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern von durchschnittlich 21 Prozent ausweist, ist dies besonders lobenswert. Denn ein Punkt, der zu dieser Diskrepanz führt, ist, dass Frauen zu wenig in den oberen Positionen vertreten sind. Dies hängt oft auch mit der Familienpause zusammen, die immer noch überwiegend von Frauen in Anspruch genommen wird und oft einen Karriereknick bedeutet.

Um diesem entgegen zu wirken, gibt es in der Kreisverwaltung eine Reihe von Maßnahmen. So können Beschäftigte, die Familie und Beruf sowie Pflege und Beruf vereinbaren müssen, teilweise von Zuhause aus arbeiten. Es gibt ein spezielles Programm zur Entwicklung der Nachwuchsführungskräfte, wobei hierbei auf eine paritätische Besetzung geachtet wird. Ausbildungsplätze werden in Teilzeit angeboten, ebenso ist bei internen Stellenausschreibungen die Besetzung von Vollzeitstellen mit Teilzeitkräften möglich.

Mit dem Angebot der berufsbegleitenden Fortbildungen zeigt sich die Kreisverwaltung Bergstraße als attraktiver Arbeitgeber und trägt zur zukunftsorientierten Ausrichtung der Verwaltung bei. Auch hier stehen den Teilzeitkräften alle Möglichkeiten offen. „Wir als öffentliche Einrichtung möchten gerne Vorreiter sein und zeigen, was alles möglich ist. Somit leisten wir unseren Beitrag um die Gesellschaft wieder ein Stück geschlechtergerechter zu machen“, so Landrat Engelhardt abschließend, der auch die Zusammenarbeit mit seiner Kollegin und Ersten Kreisbeigeordneten Diana Stolz sehr schätzt. Ist sie doch die erste Frau in dieser Position in der Geschichte des Kreises Bergstraße.

Kommunales Jobcenter - Start zum neuen Dokumentenmanagementsystem

Effizienzgrad weiter erhöhen: Auftakt des Dokumenten Managementsystem beim Eigenbetrieb Neue Wege Kommunales Jobcenter

Zum offiziellen Startschuss des Dokumenten Managementsystem (DMS) haben Landrat Christian Engelhardt, die Erste Kreisbeigeordnete und zuständige Dezernentin Diana Stolz mit dem Betriebsleiter vom Eigenbetrieb Neue Wege Stefan Rechmann und dem Abteilungsleiter für Moderne Verwaltung Thomas Wieland ins Jobcenter Heppenheim eingeladen. „Für die Entwicklung der Kreisverwaltung ist der Start des DMS ein bedeutungsvoller Termin. Mit der Einführung von DMS bei Neue Wege beginnt die Digitalisierung der Arbeitsprozesse in der Kreisverwaltung. Damit ist der Kreis Bergstraße nicht nur durch den Ausbau von schnellem Internet sowie den öffentlichen und kostenfreien WLAN-Hotspots, sondern nun auch mit der Umsetzung des E-Governments hessenweit vorn mit dabei“, hebt der Bergsträßer Landrat hervor.

Der Eigenbetrieb Neue Wege ist Vorreiter in der Kreisverwaltung für die Einführung des DMS. In der Praxis bedeutet dies, dass keine neuen Akten mehr in Papierform angelegt werden, sondern durch sogenannte E-Akten (elektronische Akten) ersetzt werden. Der Einführungsprozess ist abgeschlossen und ab sofort können die rund 175 Mitarbeiter des Eigenbetriebs in den Echtbetrieb starten. Kommt nun ein Dokument auf dem Postweg in die Verwaltung, so wird dieses in der zentralen Poststelle eingescannt und an den Eigenbetrieb weitergeleitet. Dort werden die Dokumente digital bearbeitet. Schreiben von Neue Wege werden künftig digital per E-Post versendet und durch die Deutsche Post AG zugestellt. E-Post-Nutzer erhalten dann digitale Post, allen anderen Empfängern gehen die Briefe und Schriftstücke wie gewohnt per Briefträger über die Hauspost zu.

„Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden bereits geschult und die Arbeitsplätze aufgerüstet. Von 160 Druckern sind nur noch 25 Stück vorhanden. Wir sind stolz und dankbar, dass unsere Mitarbeiter sich dieser Herausforderung stellen“, berichtet Stolz.

Der Landrat und die Erste Kreisbeigeordnete richteten ihren Dank auch an den Betriebsleiter von Neue Wege und den Leiter der Abteilung Moderne Verwaltung für deren hervorragende Zusammenarbeit.

Bildunterschrift: Thomas Wieland, Abteilungsleiter Moderne Verwaltung, Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz, Landrat Christian Engelhardt und Stefan Rechmann, Eigenbetriebsleiter Neue Wege (v.l.n.r).

Landrat Christian Engelhardt besuchte die Astrid-Lindgren-Schule in Bürstadt-Bobstadt

Erster Bauabschnitt der Schulhofsanierung an der Bobstädter Astrid-Lindgren-Schule abgeschlossen

Nestschaukel, Malwände und Barrierefreiheit

Landrat Christian Engelhardt besuchte die Astrid-Lindgren-Schule in Bürstadt-Bobstadt, um gemeinsam mit Schulleiterin Susanne Kaul sowie den 110 Schülerinnen und Schülern der Grundschule den ersten Bauabschnitt der insgesamt vierteiligen Schulhofsanierung einzuweihen.

Der Bauabschnitt beinhaltete die Gestaltung des Schulhofs mit einer Nestschaukel, Malwänden und Sitzbänken. Zudem wurde der größte Teil eines Rundwegs für Kleinfahrzeuge angelegt. Auf dem Schulgelände wurden des Weiteren Pflasterflächen sowie Grünflächen mit Hecken und Rasen geschaffen. Das Betreuungsgebäude ist nun barrierefrei erreichbar und es wurde auch die Schulhofentwässerung saniert. Trotz der umfangreichen Arbeiten konnte der alte Baumbestand auf dem Gelände erhalten werden. „Es ist wichtig für die Entwicklung der Kinder, dass sie von Natur umgeben sind“, begrüßte Engelhardt diese Erhaltung. Er wünschte den Kindern viel Freude und Entdeckungen auf ihrem neuen Spielplatz.

Für die gesamte Sanierung veranschlagt der Kreis ein Budget von 740.000 Euro; die Kosten für den ersten Abschnitt liegen mit 230.000 Euro im vorgegebenen Rahmen. Der Förderverein der Grundschule steuert aus dem Erlös eines Sponsorenlaufs 10.000 Euro für Spielgeräte bei. Der zweite Bauabschnitt, der 2017 umgesetzt wird, beinhaltet die restliche Schulhoffläche sowie eine Neugestaltung des Eingangsbereichs mit neuer Feuerwehrzufahrt, Parkplätzen und Fahrradstellplätzen.

Anschließend sind die Fertigstellung des Rundweges sowie die Schaffung neuer Spielflächen mit Spielgeräten vorgesehen.

„Einmal mehr zeigt sich hier die Tragfähigkeit des Bergsträßer Modells, also dem Grundsatz, auf regionale Betriebe zu setzen und das heimische Handwerk zu unterstützen. Denn nicht nur das federführende Büro in Planung und Bauleitung befindet sich hier im Kreis, sondern auch die meisten anderen beteiligten Unternehmen“, lobte Landrat Engelhardt die Auswahl der ausführenden Firmen.

Neckarsteinach erhält von Landrat Engelhardt Förderbescheid zur Installierung von öffentlichen WLAN-Hotspots

Stadt Neckarsteinach erhält Förderbescheid zur Installierung von öffentlichen WLAN-Hotspots

Immer mehr freies WLAN im Kreis Bergstraße – jetzt auch in Neckarsteinach

Mit der Übergabe des Förderbescheids zur Installierung von kostenfreien WLAN-Hotspots an öffentlichen Bereichen wurde die Stadt Neckarsteinach als nächste Kommune des Kreises Bergstraße bedacht. Landrat Christian Engelhardt überreichte den Bescheid aus dem Förderprogramm des Kreises persönlich in Neckarsteinach. „Die Vierburgenstadt ist ein Tourismusmagnet und prädestiniert für das Angebot von kostenlosem öffentlichem WLAN. So können sich die Besucher direkt vor Ort über das Freizeitangebot informieren“, so Landrat Christian Engelhardt.

An die Stadt Neckarsteinach ergehen gleich zwei Förderbescheide mit jeweils 750 Euro Förderung. Das Rathaus und das Wirtschaftsgebäude im Schwanengarten werden mit WLAN-Hotspots ausgestattet, damit wird das bereits bestehende Angebot ergänzt. So können die Touristen, die täglich mit dem Schiff oder Rad anreisen, um die Altstadt zu erkunden, die Hotspots fast überall in der Stadt nutzen.

Auch die vorhandenen Informationspunkte werden mit dem kostenlosen WLAN versorgt, sodass die QR-Codes in der Altstadt und dem Burgrundweg sowie die Audioguides im Geoparkhaus nebst Eichendorff-Museum mit dem Smartphone abgerufen werden können.

Das Förderprogramm zur Installation von WLAN-Hotspots im gesamten Kreis Bergstraße ist eine Herzensangelegenheit von Landrat Engelhardt, welche er bereits in seinem Wahlkampf verfolgte. „Mein Ziel ist es den Kreis Bergstraße zum ersten Flächenlandkreis in ganz Deutschland mit freiem WLAN in jeder Kommune zu machen“, betont Engelhardt.

Hintergrund

Mit der Förderrichtlinie zur Ausstattung von öffentlichen Bereichen mit öffentlich zugänglichen WLAN-Hotspots haben die Kommunen die Möglichkeit Anträge beim Kreis Bergstraße zu stellen. Die Kommunen erhalten 100 Prozent der Investitionskosten bis zu maximal 750 Euro je neu installierten Hotspot. Pro Kommune kann der Zuschuss für zwei neue WLAN-Hotspots beantragt werden.

Landrat Christian Engelhardt empfängt Vertreter des PRO BAHN Regionalverbandes Starkenburg

Landrat Christian Engelhardt empfängt Vertreter des PRO BAHN Regionalverbandes Starkenburg e.V.

Mit PRO Bahn Starkenburg im Gespräch

Drei Vertreter des PRO BAHN Regionalverbandes Starkenburg e.V. sind zu einem Treffen ins Landratsamt gekommen. Speziell ging es dabei um Vorschläge zur Weiterentwicklung beziehungsweise Optimierung verkehrlicher und tariflicher Angebote im öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). „Der Kreis Bergstraße hat mit seiner besonderen Lage inmitten der beiden Metropolregionen Rhein-Main und Rhein-Neckar ein großes Angebot im öffentlichen Personennahverkehr vorzuweisen. In Kooperation mit den Verkehrsverbünden VRN und RMV möchten wir in Zukunft noch verstärkter Kompetenzen bündeln, versuchen Tarife anzupassen und Lücken zu schließen, um für die Bürgerinnen und Bürgern ein passgenaues Angebot im ÖPNV bereitzustellen“, so Landrat Christian Engelhardt.

Der 1. Stellvertretende Landesvorsitzender Dr. Gottlob Gienger, Peter Castellanos und Kurt-Michael Heß stellten sich und den Regionalverband Starkenburg in der Gesprächsrunde kurz vor. Zum Abschluss überreichten die Repräsentanten dem zuständigen Dezernenten Karsten Krug ein mitgebrachtes Konzeptpapier mit Verbesserungsvorschlägen zum bestehenden Netzangebot im Kreis Bergstraße.

Bild:

PRO Bahn Starkenburg Mitglieder Peter Castellanos, Kurt-Michael Heß und Dr. Gottlob Gienger bei der Vorstellung ihres Verkehrskonzeptes an Reinhold Bickelhaupt, Abteilungsleiter des Fachbereiches ÖPNV und Schülerbeförderung, Kreisbeigeordneten Karsten Krug sowie Landrat Christian Engelhardt (v.l.n.r.)

Bürgermeister Joachim Kunkel, Dr. Holger Zinke überbrachten Harald zur Hausen gemeinsam mit Landrat Christian Engelhardt die besten Wünsche

80. Geburtstag des Nobelpreisträgers Harald zur Hausen

Landrat Christian Engelhardt ließ es sich nicht nehmen, dem Nobelpreisträger Harald zur Hausen nachträglich zu seinem 80. Geburtstag persönlich zu gratulieren. Bürgermeister Joachim Kunkel sowie Dr. Holger Zinke, stellvertretend für alle Botschafter der Bergstraße, begleiteten den Landrat ins Deutsche Krebsforschungszentrum nach Heidelberg, um den Jubilar die besten Wünsche zu überbringen. „Wir sind stolz darauf, mit Herrn zur Hausen eine hochkarätige Persönlichkeit in unserer Mitte zu haben, die ein Stück Medizingeschichte geschrieben hat“, betonte der Bergsträßer Landrat.

Ein Novum im Weschnitztal und Umgebung ist die Weschnitztaler Braumanufaktur mit den Firmeninhabern Florian Köhler, Stefan Karasi und Marcus Novotny.

Alle 22 Kommunen des Kreises bereist: Mit dem Besuch der Gemeinde Fürth beendet Landrat Engelhardt seine „vor-Ort-Tour“

Mit dem Besuch in Fürth beendet Christian Engelhardt seine „Landrat-vor-Ort-Tour“. Die Antrittsbesuche bei allen Bürgermeistern der 22 kreisangehörigen Kommunen war eines der Themen, die beim neuen Behördenleiter prioritär auf der Agendaliste der ersten Wochen standen. Bürgermeister Volker Oehlenschläger und der Stv. Schulleiter der Müller-Guttenbrunn-Grundschule, die als größte Grundschule der Odenwaldgemeinden gilt, begrüßten Engelhardt am frühen Morgen im Weschnitztal. Getreu dem Motto der Schule „Miteinander glücklich sein“, überzeugte sich Engelhardt vom hervorragenden Zustand der Schule, in die in den letzten 10 Jahren dank des umfangreichen Schulsanierungsprogrammes des Kreises Bergstraße über 15 Millionen Euro investiert wurden und damit bestmögliche Lernvoraussetzungen geschaffen wurden.

Mit dem Besuch der Firma Cateno GmbH, einem Spezialisten für automatisierte Komplettlösungen für effizientere und wirtschaftlichere Online-Geschäfte im E-Commerce, begann Engelhardt seine Firmenbesuche. Die Geschäftsführer Benjamin Bruno und Markus Meißner begrüßten den Landrat, Bürgermeister sowie Dr. Matthias Zürker Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH, der mit seinem Team alle Firmenbesuche in den vergangen Wochen begleitet hat. Das im Jahr 2000 gegründete Unternehmen verkaufte zunächst Computer und erstellte Webseiten. Heute bietet das Unternehmen auf ihre Kunden abgestimmte Komplettlösungen im Bereich E-Commerce an. „Wenn sie im Onlineshop auf den Warenkorb klicken, laufen im Hintergrund komplexe Vorgänge, die von der Bestellung des Produktes, über die Abrechnung bis zur Lieferung zu ihnen nach Hause alles beinhaltet. Cateno ist ein innovatives Unternehmen mit großem Know-how und ein Aushängeschild für den Kreis Bergstraße“, zeigte sich Landrat Christian Engelhardt begeistert.

Ein Novum im Weschnitztal und Umgebung ist die Weschnitztaler Braumanufaktur mit den Firmeninhabern Florian Köhler, Stefan Karasi und Marcus Novotny. Die jungen Unternehmer präsentierten während einer kleinen Verkostung ihre Produkte. Aus der ursprünglichen Idee mit Gerste, Hopfen und Malz qualitativ hochwertige Getränke herzustellen, wurde in wenigen Jahren eine Brauerei, mit charaktervollen und hopfenbetonten Biersorten.

Die letzte Station des Tages führte die Delegation der „Landrat vor Ort-Tour“ zur Grünig Industriemaschinen GmbH. Das mittelständische Maschinen- und Fahrzeugbauunternehmen mit Sitz im Ortsteil Erlenbach bietet Branchenlösungen für Industrie, Bau, Handwerk und Kommunen. Das Sortiment reicht von Kehrmaschinen, Winterdienstgeräten bis hin zu Sonderanfertigungen. Die Herstellung und Entwicklung findet direkt vor Ort statt. Geschäftsführer Ingfried Grünig und Egbert Fischer zeigten während der Betriebsführung alle Stufen des kompletten Herstellungsprozesses.

Beim abschließenden Gespräch mit Bürgermeister Volker Oehlenschläger wurde deutlich, dass sich die Gemeinde Fürth in den letzten Jahren zu einem prosperierenden und wirtschaftsstarken Mittelzentrum im Weschnitztal entwickelt hat. „Vielfalt, starker Einzelhandel und eine gute Infrastruktur sind hier vorrangig zu nennen. „Wir wollen unsere gute Zusammenarbeit zwischen Landkreis und Kommune weiter pflegen und ausbauen“, war das abschließende Resümee der beiden Behördenchefs.

Landrat Christian Engelhardt

Bundesverkehrswegeplan stuft B38 Ortsumgehung von Mörlenbach sowie Rimbach und Fürth/Lörzenbach als vordringlich ein

Mit dem heute vorgestellten Bundesverkehrswegeplan wurden in Berlin neue Prioritäten für die Verkehrsinvestitionen bis 2030 festgelegt.

„Wir haben diese Beratungen sehr aufmerksam verfolgt und begrüßen die Entscheidung aus Berlin, die beiden großen und elementar wichtigen verkehrsinfrastrukturellen Projekte des Kreises Bergstraße B38 und B47 als vordringlich einzustufen. Damit rücken wir unserem Ziel näher, die Maßnahmen der beiden Projekte schnell in die Finanzierung und zeitnahe Realisierung zu bringen“, freut sich Landrat Christian Engelhardt über die Nachricht aus Berlin. Der vordringliche Bedarf wurde für die B38 Ortsumgehung von Mörlenbach sowie Rimbach und Fürth/Lörzenbach festgestellt. Im Ried wurde die Ortsumgehung Rosengarten und der Ausbau der B47 bis Lorsch mit in die Prioritätenliste aufgenommen. „Wir hoffen, dass wir jetzt zügig mit den Baumaßnahmen beginnen können und die beiden Verkehrsadern im Odenwald und Ried entlasten können. Neben der Straßenverkehrsinfrastruktur und Strukturentwicklung geht es vor allem darum, die Ortsdurchfahrten vom Verkehr zu entlasten und die Bürger vor Ort von den seit mittlerweile Jahrzehnte andauernden Belastungen in Form von täglichen Staus, Lärm, Emissionen und Immissionen zu befreien, so Engelhardt abschließend.

Allerdings müssen den Finanzen nun auch Taten folgen. Daher appelliert Christian Engelhardt an das zuständige Wirtschaftsministerium bald nach Rechtskraft des Bundesverkehrswegeplan mit dem Bau der beiden Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen zu beginnen.

ÖPNV Landkreis Bergstraße - Neuauflage der Verträge zwischen Kreis und VRN

ÖPNV: Neuauflage der Verträge zwischen Kreis und VRN – Aufgabenübertragungs- und Beleihungsvertrag von Kreisausschuss Landkreis Bergstraße bewilligt

Der Aufgabenübertragungs- und Beleihungsvertrag für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zwischen dem Kreis Bergstraße und dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar GmbH (VRN GmbH) wurden neu aufgelegt. Der Kreisausschuss des Kreises Bergstraße stimmte der Neuausrichtung der bestehenden Übereinkommen zu. Anlass der Neuauflage sind mehrere Änderungen im Europa-, Bundes- und Landesrecht. „Ein wesentlicher Vorteil der Neuregelung ist die deutlich erhöhte Transparenz in Bezug auf die Finanzierung des ÖPNV des Kreises Bergstraße“, betonte Landrat Christian Engelhardt.

Diverse bestehende Verträge wurden zusammengefasst, um notwendige Regelungen ergänzt und somit auf einen aktuellen Stand gebracht. Im Hinblick auf sehr komplexe Grundlagen für die Bestellung des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) und des Öffentlichen Personennahverkehrs haben sich der Kreis Bergstraße und die VRN GmbH darauf verständigt alle Aspekte der Wahrnehmung der Aufgabenträgerschaft für den SPNV und den ÖPNV im Kreis Bergstraße und deren Finanzierungsmodalitäten in einen Aufgabenübertragungs- und Beleihungsvertrag zusammenzufassen.

Durch die Zusammenlegung der bisher getrennt geführten Bestellmittel für den SPNV und des ÖPNV zu einem gemeinsamen Budget ergibt sich für eine auf die Jahre 2015 und 2016 begrenzte Haushaltsentlastung gegenüber der bisherigen Planung für den Kreis. „Für den Kreis Bergstraße ist dies sehr erfreulich“, so Engelhardt, „jedoch werden die Kosten nach heutigem Kenntnisstand perspektivisch steigen, da derzeit bereits eine Leistungsausweitungen ab Dezember 2016 im Bereich des Schienenpersonennahverkehrs bekannt ist.“

Die VRN GmbH fungiert, auf Basis eines Kreistagesbeschlusses bereits seit 1995, als sogenannte „lokale Nahverkehrsgesellschaft“ des Kreises Bergstraße für den Öffentlichen Personennahverkehr. Dies bedeutet, dass die Verkehrsverbund Rhein-Neckar GmbH sowohl für den Schienenpersonennahverkehr, als auch für die Busverkehre im Landkreis zuständig ist, sofern diese nicht unmittelbar von einer kreisangehörigen Stadt oder Gemeinde organisiert wird.

Neuerungen des SPNV sind die Neuvergabe des Dieselnetzes Südwest (Dezember 2015), des Main-Neckar-Expresses, der im Dezember 2016 in Betrieb geht, sowie die S-Bahn Rhein-Neckar Los 1, die ebenfalls im Dezember 2016 in Betrieb gehen soll.

Ebenso lassen die auf Basis des lokalen Nahverkehrplanes korrigierten Verkehrskonzepte Unionbündel Odenwald Mitte, Odenwald Nord und Ried die Ausgaben steigen. Unter Berücksichtigung der Kostenübernahme des Landes ab dem Jahr 2017 in Höhe von 4 Mio. Euro pro Jahr, wird der Kreis mit einem erhöhten Finanzierungsanteil rechnen müssen.

„Hier bleibt abzuwarten bis die Budgetverhandlungen der VRN GmbH mit dem Land für die Zeit ab 2017 abgeschlossen sind. Erst dann kann für den Kreis Bergstraße eine genaue Finanzierungsquote ermittelt werden“, so Landrat Engelhardt abschließend.

Bürgermeister Kunkel

„Landrat-vor-Ort“ Tour: Christian Engelhardt besucht die Überwaldgemeinde Wald-Michelbach

Die vierte „Landrat-vor-Ort“ Station führte Christian Engelhardt in die Überwald-Gemeinde Wald-Michelbach. In der Grundschule Schimmeldewog, umgangssprachlich benannt nach dem Ortsteil Schönmattenwag in dem sich die Schule befindet, besuchte er eine der kleinsten Grundschulen des Kreises. Interessiert hatte ihn vor allem das Konzept der Flex-Klassen, welches dort pädagogische Umsetzung findet. Mit den Flex-Klassen sind jahrgangsübergreifende Klassen eingerichtet, die die Kenntnisse und Fertigkeiten der Klassen 1 und 2 vermitteln und in der die Schüler mindestens ein und maximal drei Jahre verbleiben. Innerhalb dieser Klassen lernen die Schüler weitgehend individuell, sind aber trotzdem in einen Klassenverband integriert. Das ermöglicht ein schnelleres oder langsameres Lernen ohne den Verlust der sozialen Kontakte. „Aus diesem Grund ist es uns ganz wichtig, dass „unsere“ Kinder (und wir) in einer  Lernumgebung arbeiten können, die ihre Selbstständigkeit und Kreativität fördert,  ihr Selbstbewusstsein stärkt, ihren ‚Forscherdrang’ nicht aufhält und ihre Individualität achtet“, erklärte Schulleiterin Herold den Gästen. Dass dies funktioniert zeige sich an tollen Ergebnissen der Zöglinge an weiterführenden Schulen. Neben des Systems der Flex-Klassen begeisterte die kleine Überwald-Grundschule gerade mit diesen außergewöhnlichen Lernmethoden der Selbsteinschätzung und einem für Engelhardt bis dato unbekannten Konzept. „Ich bin von dem Konzept der Schule und dem dortigen Lehrauftrag Kinder schon sehr früh zur Verantwortung und Selbsteinschätzung heranzuführen, begeistert.“ Dies wurde auch deutlich, dass zunächst die beiden Schulsprecher den Landrat und Bürgermeister fachmännisch durch die Schule führten und entsprechende Stationen und Arbeitsweisen erklärten und nicht Schulleiterin oder Lehrpersonal.

Nach dem Start in der Grundschule führte die nächste Station seiner Wald-Michelbach-Tour Engelhardt zum Industriepark IGENA. Das Areal der früheren und in Konkurs gegangenen Coronet-Werke, die gleichzeitig größter Arbeitgeber der Region waren, stand lange Jahre als Industriebrache leer. Durch die Schließung der Coronet-Werke und dem damit verbunden Wegfall von mehreren hundert Arbeitsplätzen stand die Region vor dem Ausbluten. Inzwischen hat sich durch das mutige Eingreifen der Gemeinde und der Entscheidung das Areal zu kaufen, eine positive Wendung genommen und mit der neugegründeten IGENA ein prosperierender Industriepark  entwickelt, der in seinem dritten Jahr bereits schwarze Zahlen schreibt. 24 Firmen mit etwa 100 Mitarbeitern haben sich dort eingemietet. Sowohl Büros, Lagerräume als auch Hallen stehen in dem Industriepark zur Verfügung. Steffen Reinsch, Geschäftsführer der IGENA, dankte im Namen seines kompletten Teams Bürgermeister Kunkel für die mutige Entscheidung –allen politischen Hürden zum Trotz – seinerzeit die Industriebrache zu kaufen und in die neue Nutzungsmöglichkeit zu überführen. Neben attraktiven Mietpreisen und interessanten Einsteigerpaketen für Existenzgründer, die die IGENA ihren potentiellen Interessenten anbieten kann, bleibt das große Thema und die gleichzeitige Problematik die schwierige Verkehrsanbindung und Infrastruktur der Gemeinde. Alle Gesprächspartner appellierten an Landrat Engelhardt sich für eine schnelle Umsetzung zum Bau der B38 a einzusetzen, um die Region Überwald auch verkehrsinfrastrukturell voran zu bringen.

Als 3. und letzte Station der Firmen- und Institutionsbesuche führte es Landrat Engelhardt nach Siedelsbrunn in das sysTelios Gesundheitszentrum dessen Herzstück die sysTelios-Klinik, eine private Akutklinik für Klientinnen und Klienten mit psychischen, psychosomatischen und somatopsychischen Symptonbildungen ist.

Die Klinik, auf einer Anhöhe in Siedelsbrunn gelegen und mit atemberaubenden Blick, beinhaltet das therapeutische Konzept welches tiefenpsychologisch fundiert, verhaltenstherapeutisch ergänzt und hypnosesystemisch optimiert. Es ist ärztlich konzipiert und geleitet. Dr. Herr stellte dem neuen Landrat Engelhardt die Einrichtung mit  127 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor. „Neben der medizinischen Strahlkraft der Klinik über Kreisgrenzen hinweg, ist das Gesundheitszentrum gleichzeitig ein wichtiger Arbeitgeber für die Region geworden.

„Wald-Michelbach ist eine schöne Gemeinde mit großem touristischen Potential. Dies belegen nicht nur die touristischen Leuchttürme Solardraisine, Sommerrodelbahn oder der Kletterpark, welche ich auch schon privat mit meiner Familie besucht habe, sondern auch die wunderschöne Landschaft und die Kreativität der Menschen“, fand  Landrat Engelhardt beim abschließendem Pressegespräch im Rathaus von Wald-Michelbach lobende Worte für die Überwaldgemeinde. Gerade die Gemeinden die relativ weit weg von den Verkehrsachsen liegen, müssen noch stärker und innovativ vorgehen, was hier in der Region deutlich sichtbar ist.

Als Landrat liege ihm viel daran, „die Entwicklung des Landkreises zu steuern“. Vor allem der Tourismus, den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), die Versorgungsinfrastruktur und die B 38a sind hier große Themen, die weiter forciert werden müssen.

„Tourismus im Überwald ist ein wichtiges Standbein und ein Lebensqualitätsfaktor für Menschen von außen und Menschen von hier“, sagte Engelhardt. Hierbei solle sich die Qualität steigern, indem die Zahl der Angebote erhöht werde. Auch möchte er den ÖPNV dahingehend verbessern, dass die Verkehrsanbindungen – auch zwischen den unterschiedlichen Verkehrsverbunden Rhein-Neckar und Rhein-Main – angepasst werden.

„Der ÖPNV muss klug miteinander vernetzt werden“, sagte der Landrat. So könne er sich beispielsweise vorstellen, kleinere Linienbusse einzusetzen, die nur dann fahren, wenn sie jemand nutzen möchte. Busse die Leerfahrten machen, da sie niemand nutzt, sind auf Dauer zu teuer.

Ein weiteres großes Problem sieht Landrat Engelhardt, wie Bürgermeister Kunkel in der ärztlichen Versorgung der Odenwaldgemeinden. Ganz aktuell sei hier die zu erwartende Schließung des Luisenkrankenhauses in Lindenfels, die die Situation verschärfen wird. „Hier müssen wir schnellstmöglich adäquate Lösungen finden, um die ärztliche Versorgung ausreichend sicherzustellen, damit das Leben in der ländlichen Region attraktiv bleibt.

Die geplante Ortsumgehung von Mörlenbach, die B 38a, benannte er als „dickes Brett“ und gleichzeitig wichtigste verkehrspolitische Maßnahme. Hier werde in den nächsten Monaten eine Entscheidung erwartet. Er versprach: „Sobald das Gericht den Antrag des BUND abweist, werden vorbereitende Maßnahmen für den Bau getroffen.“
„Wir wollen mit begrenzten Möglichkeiten besser zusammenarbeiten und schauen, wie uns der Landkreis unterstützen kann“, sagte Kunkel abschließend und Engelhardt ergänzte: „Wir möchten mit findigen Lösungen und Vernetzung der Akteure zur weiteren Entwicklung des Landkreises beitragen.“