Landrat Christian Engelhardt

55 Prozent Frauen in Führungsposition – Kreis Bergstraße geht mit gutem Beispiel voran

Über die Hälfte der Führungskräfte im Landratsamt sind weiblich

Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums zum Equal Pay Day möchte Landrat Christian Engelhardt einmal schauen, wie es in seiner Verwaltung bezüglich der geschlechterbezogenen Stellenbesetzung aussieht. Nach den internen Berechnungen läuft in seiner Behörde in diesem Bezug alles richtig: „55 Prozent, das heißt über die Hälfte der Führungskräfte in der Kreisverwaltung sind weiblich“, freut sich der Verwaltungschef und mit ihm seine beiden Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Melanie Knauf und Nicole Schmitt. Denn deren Aufgabe ist es nach dem Hessischen Gleichberechtigungsgesetz als Teil der Dienststellenleitung mehr Frauen in Führung zu bringen. „Betrachtet man nur die Riege der Abteilungsleitungen ohne deren Stellvertretungen, haben wir sogar einen Frauenanteil von 60 Prozent“, betont Landrat Engelhardt.

Im Hinblick auf den Equal Pay Day, der in Deutschland in diesem Jahr einen Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern von durchschnittlich 21 Prozent ausweist, ist dies besonders lobenswert. Denn ein Punkt, der zu dieser Diskrepanz führt, ist, dass Frauen zu wenig in den oberen Positionen vertreten sind. Dies hängt oft auch mit der Familienpause zusammen, die immer noch überwiegend von Frauen in Anspruch genommen wird und oft einen Karriereknick bedeutet.

Um diesem entgegen zu wirken, gibt es in der Kreisverwaltung eine Reihe von Maßnahmen. So können Beschäftigte, die Familie und Beruf sowie Pflege und Beruf vereinbaren müssen, teilweise von Zuhause aus arbeiten. Es gibt ein spezielles Programm zur Entwicklung der Nachwuchsführungskräfte, wobei hierbei auf eine paritätische Besetzung geachtet wird. Ausbildungsplätze werden in Teilzeit angeboten, ebenso ist bei internen Stellenausschreibungen die Besetzung von Vollzeitstellen mit Teilzeitkräften möglich.

Mit dem Angebot der berufsbegleitenden Fortbildungen zeigt sich die Kreisverwaltung Bergstraße als attraktiver Arbeitgeber und trägt zur zukunftsorientierten Ausrichtung der Verwaltung bei. Auch hier stehen den Teilzeitkräften alle Möglichkeiten offen. „Wir als öffentliche Einrichtung möchten gerne Vorreiter sein und zeigen, was alles möglich ist. Somit leisten wir unseren Beitrag um die Gesellschaft wieder ein Stück geschlechtergerechter zu machen“, so Landrat Engelhardt abschließend, der auch die Zusammenarbeit mit seiner Kollegin und Ersten Kreisbeigeordneten Diana Stolz sehr schätzt. Ist sie doch die erste Frau in dieser Position in der Geschichte des Kreises Bergstraße.

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