Bürgermeister Kunkel

„Landrat-vor-Ort“ Tour: Christian Engelhardt besucht die Überwaldgemeinde Wald-Michelbach

Die vierte „Landrat-vor-Ort“ Station führte Christian Engelhardt in die Überwald-Gemeinde Wald-Michelbach. In der Grundschule Schimmeldewog, umgangssprachlich benannt nach dem Ortsteil Schönmattenwag in dem sich die Schule befindet, besuchte er eine der kleinsten Grundschulen des Kreises. Interessiert hatte ihn vor allem das Konzept der Flex-Klassen, welches dort pädagogische Umsetzung findet. Mit den Flex-Klassen sind jahrgangsübergreifende Klassen eingerichtet, die die Kenntnisse und Fertigkeiten der Klassen 1 und 2 vermitteln und in der die Schüler mindestens ein und maximal drei Jahre verbleiben. Innerhalb dieser Klassen lernen die Schüler weitgehend individuell, sind aber trotzdem in einen Klassenverband integriert. Das ermöglicht ein schnelleres oder langsameres Lernen ohne den Verlust der sozialen Kontakte. „Aus diesem Grund ist es uns ganz wichtig, dass „unsere“ Kinder (und wir) in einer  Lernumgebung arbeiten können, die ihre Selbstständigkeit und Kreativität fördert,  ihr Selbstbewusstsein stärkt, ihren ‚Forscherdrang’ nicht aufhält und ihre Individualität achtet“, erklärte Schulleiterin Herold den Gästen. Dass dies funktioniert zeige sich an tollen Ergebnissen der Zöglinge an weiterführenden Schulen. Neben des Systems der Flex-Klassen begeisterte die kleine Überwald-Grundschule gerade mit diesen außergewöhnlichen Lernmethoden der Selbsteinschätzung und einem für Engelhardt bis dato unbekannten Konzept. „Ich bin von dem Konzept der Schule und dem dortigen Lehrauftrag Kinder schon sehr früh zur Verantwortung und Selbsteinschätzung heranzuführen, begeistert.“ Dies wurde auch deutlich, dass zunächst die beiden Schulsprecher den Landrat und Bürgermeister fachmännisch durch die Schule führten und entsprechende Stationen und Arbeitsweisen erklärten und nicht Schulleiterin oder Lehrpersonal.

Nach dem Start in der Grundschule führte die nächste Station seiner Wald-Michelbach-Tour Engelhardt zum Industriepark IGENA. Das Areal der früheren und in Konkurs gegangenen Coronet-Werke, die gleichzeitig größter Arbeitgeber der Region waren, stand lange Jahre als Industriebrache leer. Durch die Schließung der Coronet-Werke und dem damit verbunden Wegfall von mehreren hundert Arbeitsplätzen stand die Region vor dem Ausbluten. Inzwischen hat sich durch das mutige Eingreifen der Gemeinde und der Entscheidung das Areal zu kaufen, eine positive Wendung genommen und mit der neugegründeten IGENA ein prosperierender Industriepark  entwickelt, der in seinem dritten Jahr bereits schwarze Zahlen schreibt. 24 Firmen mit etwa 100 Mitarbeitern haben sich dort eingemietet. Sowohl Büros, Lagerräume als auch Hallen stehen in dem Industriepark zur Verfügung. Steffen Reinsch, Geschäftsführer der IGENA, dankte im Namen seines kompletten Teams Bürgermeister Kunkel für die mutige Entscheidung –allen politischen Hürden zum Trotz – seinerzeit die Industriebrache zu kaufen und in die neue Nutzungsmöglichkeit zu überführen. Neben attraktiven Mietpreisen und interessanten Einsteigerpaketen für Existenzgründer, die die IGENA ihren potentiellen Interessenten anbieten kann, bleibt das große Thema und die gleichzeitige Problematik die schwierige Verkehrsanbindung und Infrastruktur der Gemeinde. Alle Gesprächspartner appellierten an Landrat Engelhardt sich für eine schnelle Umsetzung zum Bau der B38 a einzusetzen, um die Region Überwald auch verkehrsinfrastrukturell voran zu bringen.

Als 3. und letzte Station der Firmen- und Institutionsbesuche führte es Landrat Engelhardt nach Siedelsbrunn in das sysTelios Gesundheitszentrum dessen Herzstück die sysTelios-Klinik, eine private Akutklinik für Klientinnen und Klienten mit psychischen, psychosomatischen und somatopsychischen Symptonbildungen ist.

Die Klinik, auf einer Anhöhe in Siedelsbrunn gelegen und mit atemberaubenden Blick, beinhaltet das therapeutische Konzept welches tiefenpsychologisch fundiert, verhaltenstherapeutisch ergänzt und hypnosesystemisch optimiert. Es ist ärztlich konzipiert und geleitet. Dr. Herr stellte dem neuen Landrat Engelhardt die Einrichtung mit  127 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor. „Neben der medizinischen Strahlkraft der Klinik über Kreisgrenzen hinweg, ist das Gesundheitszentrum gleichzeitig ein wichtiger Arbeitgeber für die Region geworden.

„Wald-Michelbach ist eine schöne Gemeinde mit großem touristischen Potential. Dies belegen nicht nur die touristischen Leuchttürme Solardraisine, Sommerrodelbahn oder der Kletterpark, welche ich auch schon privat mit meiner Familie besucht habe, sondern auch die wunderschöne Landschaft und die Kreativität der Menschen“, fand  Landrat Engelhardt beim abschließendem Pressegespräch im Rathaus von Wald-Michelbach lobende Worte für die Überwaldgemeinde. Gerade die Gemeinden die relativ weit weg von den Verkehrsachsen liegen, müssen noch stärker und innovativ vorgehen, was hier in der Region deutlich sichtbar ist.

Als Landrat liege ihm viel daran, „die Entwicklung des Landkreises zu steuern“. Vor allem der Tourismus, den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), die Versorgungsinfrastruktur und die B 38a sind hier große Themen, die weiter forciert werden müssen.

„Tourismus im Überwald ist ein wichtiges Standbein und ein Lebensqualitätsfaktor für Menschen von außen und Menschen von hier“, sagte Engelhardt. Hierbei solle sich die Qualität steigern, indem die Zahl der Angebote erhöht werde. Auch möchte er den ÖPNV dahingehend verbessern, dass die Verkehrsanbindungen – auch zwischen den unterschiedlichen Verkehrsverbunden Rhein-Neckar und Rhein-Main – angepasst werden.

„Der ÖPNV muss klug miteinander vernetzt werden“, sagte der Landrat. So könne er sich beispielsweise vorstellen, kleinere Linienbusse einzusetzen, die nur dann fahren, wenn sie jemand nutzen möchte. Busse die Leerfahrten machen, da sie niemand nutzt, sind auf Dauer zu teuer.

Ein weiteres großes Problem sieht Landrat Engelhardt, wie Bürgermeister Kunkel in der ärztlichen Versorgung der Odenwaldgemeinden. Ganz aktuell sei hier die zu erwartende Schließung des Luisenkrankenhauses in Lindenfels, die die Situation verschärfen wird. „Hier müssen wir schnellstmöglich adäquate Lösungen finden, um die ärztliche Versorgung ausreichend sicherzustellen, damit das Leben in der ländlichen Region attraktiv bleibt.

Die geplante Ortsumgehung von Mörlenbach, die B 38a, benannte er als „dickes Brett“ und gleichzeitig wichtigste verkehrspolitische Maßnahme. Hier werde in den nächsten Monaten eine Entscheidung erwartet. Er versprach: „Sobald das Gericht den Antrag des BUND abweist, werden vorbereitende Maßnahmen für den Bau getroffen.“
„Wir wollen mit begrenzten Möglichkeiten besser zusammenarbeiten und schauen, wie uns der Landkreis unterstützen kann“, sagte Kunkel abschließend und Engelhardt ergänzte: „Wir möchten mit findigen Lösungen und Vernetzung der Akteure zur weiteren Entwicklung des Landkreises beitragen.“

Antrittsbesuch in Bensheim: Landrat Engelhardt und Bürgermeister Richter im Dialog

Beim zweiten Stopp auf seiner „Landrat vor Ort Tour“ machte Landrat Christian Engelhardt im Bensheim halt. Hoch hinaus ging es bei der ersten Station, der Kletterhalle High Moves. Dort konnte der Landrat an der Kletterwand schwingende Höhen erzwingen. Nachdem er sich von dem Angebot des Unternehmens, unter der Leitung von Michael Dreißigacker und Eric Otto, ein Bild machen konnte, tauschte sich der Geschäftsführer Michael Dreißigacker mit dem Landrat über die Zukunft und das Angebot des Unternehmens aus. Das 2007 eröffnete Unternehmen beschäftigt 40 Mitarbeiter und bietet neben Freiklettern, Sportklettern, Bouldern, auch einen Hochseilgarten sowie das Ausrichten von Teambuilding-Maßnahmen, Firmen-Events und Kindergeburtstage an.

Es blieb sportlich, denn der nächste Punkt auf dem Plan war ein Besuch beim Fitness Studio Pfitzenmeier. Gemeinsam mit der Ressortleitern Sandra Bäuerle ging es auf eine Besichtigungstour bei der auch die Fitnessgeräte ausprobiert werden durften. Ende 2012 eröffnete das Familienunternehmen die Anlage in Bensheim. Insgesamt hat das Unternehmen 38 Anlagen und mehr als 100.000 Mitglieder. Das Angebot des Studios umfasst Fitness, Reha-Sport, Firmen-Programme und betriebliche Gesundheitsförderung. Der Standort Bensheim ist dabei der größte der Pfitzenmeier Gruppe.

Als nächste Station stand die Firma Jungheinrich auf der Agenda, bei der auch die beiden Kreistagsmitglieder Oliver Roeder und Doris Sterzelmaier teilnahmen. Auch Dr. Matthias Zürker, der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH begleitete die Unternehmensführung.
Eindrucksreiche Modelle der Gabelstapler, Schlepper und Hochregalstapler des Unternehmens wurden dem Landrat präsentiert. Das weltweit aktive Unternehmen wurde 1953 in Hamburg gegründet und hat in Deutschland und anderen Ländern Vertriebsstandorte. Der Vertriebsstandort in Bensheim ist für die Kunden aus der Region von Darmstadt, Wiesbaden, Mainz, Mannheim, Kaiserslautern, Saarbrücken, Kassel, Heidelberg und Bad Homburg zuständig. Von dort aus berät und beliefert der Vertriebsstandort Bensheim die Unternehmen mit Flurförderzeugen und Lagertechnik.

Im Anschluss traf sich der Bergsträßer Landrat mit Bürgermeister Rolf Richter im Bensheimer Rathaus. Im vier Augengespräch kamen viele Themen auf den Tisch – Flüchtlingsunterbringung, Heilig-Geist-Hospital, Wohnbebauung und Kinderbetreuung.
Bei den Themen der Flüchtlingsunterbringung sowie dem Erhalt des Heilig-Geist-Hospitals sind sich beide einig. Sowohl der Rathauschef als auch der Bergsträßer Landrat setzen sich für den Erhalt des Bensheimer Krankenhaus ein und wollen die Schließung von mehreren Abteilungen verhindern. „Wir werden alles tun was in unserer Macht steht, auch wenn wir in dieser Entscheidung nur begrenzt bemächtigt sind“, betonte Landrat Christian Engelhardt.
In Sachen der Flüchtlingsunterbringungen lobte der Landrat die Einbindung der Bürger in Bensheim und die Informationspolitik seitens des Rathauses. „Ohne die Bereitschaft der ehrenamtliche Helfer in Bensheim und der guten Koordination der Stadtverwaltung wäre die Bereitstellung einer Notunterkunft für so viele Menschen wohl nicht möglich gewesen“, bedankte sich der Bergsträßer Landrat abschließend.

„Neckarsteinach ist eine Stadt mit Flair“ – Christian Engelhardt besucht das Neckartal und Bürgermeister Pfeifer

 

„Das schöne und besondere am Landkreis Bergstraße ist die Vielfalt und die unterschiedlichen Teilregionen“, stellt Landrat Christian Engelhardt bei seinen „Landrat-vor-Ort“ Terminen immer wieder aufs Neue fest. Mit Neckarsteinach hat er den südlichsten Zipfel und die in seinem Landkreis nächstgelegene Stadt zu Heidelberg besucht. Dass es dort mit der Bootsbau Neckartal GmbH eine eigene Bootswerft gibt, macht die Besonderheit der Neckarkommunen deutlich. „Eine Bootswerft ist etwas Besonderes im Kreis Bergstraße, war Landrat Engelhardt bei seinem Besuch im schönen Neckartal begeistert von der innovativen Firma. Der Familienbetrieb Ebert, wurde 1958 gegründet, und hat sich auf die Konzeption und Herstellung von technisch anspruchsvollen und schnellen, vor allem gewerblich genutzten, Sonderfahrzeugen aus Aluminium mit einer Länge von bis zu 25 Metern spezialisiert. Darin eingeschlossen sind u. a. Streifenboote der Wasserschutzpolizei, Einsatzfahrzeuge für Feuerwehr oder THW, Messboote der BAW und WSA, Personenfähren und viele weitere Sonderanfertigungen aller Art. Bis heute wurden in der Werft weit über 100 Boote für Behörden, Berufsschifffahrt oder Yachtliebhaber vom Stapel gelassen. Die aktuelle Auftragslage stimmt das Familienunternehmen welches sich in einem Nischenbereich im Kreis Bergstraße befindet zuversichtlich. „Unsere Firma besitzt das entsprechende Know-how Boote von der ersten bis zur letzten Schiffsschraube selbst zu planen und bauen zu können. Alle Arbeiten bis zur Fertigstellung des Bootes führen wir in unserer Werft selbst durch und können etwaige Änderungswünsche jederzeit berücksichtigen. In unserem Ingenieurbüro fertigen wir alle hierfür benötigten Unterlagen und Berechnungen selbst an. Nebenbei sind wir auch beratend tätig und helfen unseren Kunden bei der Durchführung und Planung Ihrer Bauvorhaben“, führt Geschäftsinhaber Martin Ebert aus.

Die Firma Kies Krieger ist ebenfalls ein Traditionsbetrieb mit rund 1000 Mitarbeitern, die sich auf mehrere Standorte entlang des Neckars und Rhein verteilen. Das Büro mit Hauptsitz in Neckarsteinach war der 2. Betrieb den sich der Bergsträßer Landrat anschaute und sich informieren lies. Gerade die Stein- und Kiesindustrie steht in den nächsten Jahren vor großen Herausforderungen hinsichtlich der natürlichen Ressourcen. Landrat Engelhardt nahm auch hier die Wünsche und Sorgen mit auf seine Do-To Liste.

Mit der Odenwald-Chemie GmbH und seinen rund 250 Mitarbeitern wurde ein weiterer wichtiger Betrieb und Arbeitgeber für die Region besucht. Das 1949 gegründete Unternehmen ist Entwicklungspartner und Lieferant für Schaumstoff- und Vliessysteme in der Kunststoffverarbeitung und kooperiert mit Partnern auf allen Kontinenten. Geschäftsführer Hans-Peter Augele und Andreas Störmann stellten den Betrieb vor, der federführend in den drei Hauptsegmenten und Bereichen der Automotive, des Baugewerbes und der Industrie tätig ist.
Beim Gespräch zwischen Bürgermeister Herold Pfeifer und Christian Engelhardt stand das Thema Windpark auf der Agenda. Landrat Engelhardt informierte, dass das Genehmigungsverfahren derzeit noch geprüft wird bzw. als Vorrangfläche ausgewiesen werden muss, um eine entsprechende Genehmigung zu erhalten. Herold Pfeifer bekundete, dass die Bevölkerung Neckarsteinachs und der benachbarten Stadt Hirschhorn den Windpark Greiner Eck mehrheitlich befürworten.

Besonders erfreut zeigte sich Bürgermeister Herold Pfeiffer über die Entwicklungen hinsichtlich der Breitbandversorgung. „Vor wenigen Tagen wurde der Förderantrag für dieses zukunftsweisende Projekt der Stadt Neckarsteinach in Kooperation mit der Stadt Hirschhorn bewilligt. Damit kann noch in diesem Jahr mit der Maßnahme begonnen werden, die bis Frühjahr 2017 abgeschlossen sein soll. Mein Dank gilt hier ganz besonders der Wirtschaftsförderung Bergstraße, die uns bei der Akquise und Beantragung von Fördermittel intensiv unterstützt hat“, teilte Pfeifer mit.

Auch bei der Sanierung der Vierburgenhalle kommt Bewegung in die Sache. Aktuell läuft die Planerfindung und die Kosten für die Sanierung der Halle sind im Wirtschaftsplan 2018 vorgesehen.
Als ein zentrales Thema der bisherigen Kommunentouren stand auch in Neckarsteinach die chronische finanzielle Unterversorgung der Kommunen auf der Tagesordnung.

Bürgermeister Rolf Richter und Landrat Christian Engelhardt

Antrittsbesuch in Bensheim: Landrat Engelhardt und Bürgermeister Richter im Dialog

Beim zweiten Stopp auf seiner „Landrat vor Ort Tour“ machte Landrat Christian Engelhardt im Bensheim halt. Hoch hinaus ging es bei der ersten Station, der Kletterhalle High Moves. Dort konnte der Landrat an der Kletterwand schwingende Höhen erzwingen. Nachdem er sich von dem Angebot des Unternehmens, unter der Leitung von Michael Dreißigacker und Eric Otto, ein Bild machen konnte, tauschte sich der Geschäftsführer Michael Dreißigacker mit dem Landrat über die Zukunft und das Angebot des Unternehmens aus. Das 2007 eröffnete Unternehmen beschäftigt 40 Mitarbeiter und bietet neben Freiklettern, Sportklettern, Bouldern, auch einen Hochseilgarten sowie das Ausrichten von Teambuilding-Maßnahmen, Firmen-Events und Kindergeburtstage an.

Es blieb sportlich, denn der nächste Punkt auf dem Plan war ein Besuch beim Fitness Studio Pfitzenmeier. Gemeinsam mit der Ressortleitern Sandra Bäuerle ging es auf eine Besichtigungstour bei der auch die Fitnessgeräte ausprobiert werden durften. Ende 2012 eröffnete das Familienunternehmen die Anlage in Bensheim. Insgesamt hat das Unternehmen 38 Anlagen und mehr als 100.000 Mitglieder. Das Angebot des Studios umfasst Fitness, Reha-Sport, Firmen-Programme und betriebliche Gesundheitsförderung. Der Standort Bensheim ist dabei der größte der Pfitzenmeier Gruppe.

Als nächste Station stand die Firma Jungheinrich auf der Agenda, bei der auch die beiden Kreistagsmitglieder Oliver Roeder und Doris Sterzelmaier teilnahmen. Auch Dr. Matthias Zürker, der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH begleitete die Unternehmensführung.

Eindrucksreiche Modelle der Gabelstapler, Schlepper und Hochregalstapler des Unternehmens wurden dem Landrat präsentiert. Das weltweit aktive Unternehmen wurde 1953 in Hamburg gegründet und hat in Deutschland und anderen Ländern Vertriebsstandorte. Der Vertriebsstandort in Bensheim ist für die Kunden aus der Region von Darmstadt, Wiesbaden, Mainz, Mannheim, Kaiserslautern, Saarbrücken, Kassel, Heidelberg und Bad Homburg zuständig. Von dort aus berät und beliefert der Vertriebsstandort Bensheim die Unternehmen mit Flurförderzeugen und Lagertechnik.

Im Anschluss traf sich der Bergsträßer Landrat mit Bürgermeister Rolf Richter im Bensheimer Rathaus. Im vier Augengespräch kamen viele Themen auf den Tisch – Flüchtlingsunterbringung, Heilig-Geist-Hospital, Wohnbebauung und Kinderbetreuung.

Bei den Themen der Flüchtlingsunterbringung sowie dem Erhalt des Heilig-Geist-Hospitals sind sich beide einig. Sowohl der Rathauschef als auch der Bergsträßer Landrat setzen sich für den Erhalt des Bensheimer Krankenhaus ein und wollen die Schließung von mehreren Abteilungen verhindern. „Wir werden alles tun was in unserer Macht steht, auch wenn wir in dieser Entscheidung nur begrenzt bemächtigt sind“, betonte Landrat Christian Engelhardt.
In Sachen der Flüchtlingsunterbringungen lobte der Landrat die Einbindung der Bürger in Bensheim und die Informationspolitik seitens des Rathauses. „Ohne die Bereitschaft der ehrenamtliche Helfer in Bensheim und der guten Koordination der Stadtverwaltung wäre die Bereitstellung einer Notunterkunft für so viele Menschen wohl nicht möglich gewesen“, bedankte sich der Bergsträßer Landrat abschließend.

Landrat Christian Engelhardt besucht Bürgermeister Störmer in Lampertheim

Landrat vor Ort: Erste Kommunentour führt nach Lampertheim – Wo drückt der Schuh ?

Die erste Station seiner „Landrat vor Ort“ Tour führte den neuen Landrat des Kreises Bergstraße Christian Engelhardt nach Lampertheim. Rund 60 Minuten hatten Bürgermeister Gottfried Störmer und sein Landrat Zeit, um die aktuellen Kernthemen Wirtschafts- und Tourismusstandort, Öffentlicher Personennahverkehr/S-Bahn-Ausbau und das derzeit dominierende Thema Flüchtlinge zu besprechen. Dabei betonte Engelhardt besonders die Bedeutung der drittgrößten Stadt des Kreises, die mit ihrer Nähe zu Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ein Brückenglied darstellt.

Auch die Chancen im Bereich Tourismus mit dem hessischen Naturschutzgebiet Biedensand und der Spargelkultur sei ein Pfund mit dem sich wuchern ließe.

Hinsichtlich der aktuellen Flüchtlingszahlen versprach Landrat Engelhardt alle möglichen Hilfen und verträgliche Zuweisungen von asylsuchenden Menschen und bedankte sich bereits bei allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für die täglich geleistete wertvolle Arbeit.

Nach dem gemeinsamen Pressetermin ging es für Engelhardt weiter, der den kompletten Nachmittag in Lampertheim verbrachte und einige Firmen im Anschluss an den Stadthaus Termin besuchte.

Das 1983 gegründete kalifornische Unternehmen IXYS hat seinerzeit die Halbleitersparte von BBC übernommen und betreibt die Tochtergesellschaft mit rund 500 Mitarbeitern in Lampertheim.

„Es geht um intelligenten Strom“, erklärt Vorstandsmitglied Peter Ingram. Der Brite ist von Anfang an dabei – bis vor einem Jahr als Geschäftsführer und jetzt als Vorstandsmitglied. Wenn es darum geht, den Stromfluss zu steuern, sei es in Hybridfahrzeugen, um die Elektrizität – zum Beispiel bei Zügen oder Autos – bei Bremsvorgängen in die Batterie oder das Stromnetz zurückzuführen oder bei Defibrillatoren die Stromstöße zu regulieren, die ein taumelndes Herz wieder in den richtigen Rhythmus bringen, oft ist in den entsprechenden Geräten Lampertheimer Technik enthalten. Und mit dem Standort im Kreis Bergstraße ist Ingram mehr als zufrieden: „In Darmstadt haben wir durch die TU eine hervorragende Brutstätte für unsere Ingenieure vor der Haustür. Darüber hinaus können wir auch auf Wirtschaftswissenschaftler der Mannheimer Universität zurückgreifen. Und was wir an chemischen Produkten brauchen, kommt aus der Region, so von Weltfirmen wie Merck und der BASF.“

IXYS gilt als Global Player und hat internationale Kundenbeziehungen in die Branchen Telekommunikation, Medizin, Transport- und Konsumgüter und die allgemeine Industrie. „Wir sind eines der wenigen Unternehmen, welches seine Produkte vom Rohwafer bis zum fertigen Bauteil innerhalb eines Standortes herstellt“, erklärt die kaufmännische Geschäftsführerin Thea Kern die Besonderheit des Standortes Lampertheim.

Mit dem Besuch des Pflegeheimes Agaplesion Dietrich Bonhoeffer Haus in Lampertheim informierte sich das Bergsträßer Verwaltungsoberhaupt über eines der Pflegeheime in der Spargelstadt. Das Seniorenzentrum, welches bis 1998 noch ein evangelisches Belegkrankenhaus war, konnte nach umfangreicher Renovierung in ein modernes und behindertengerechtes Pflegeheim umgebaut werden. Seit dem Jahr 2000 ist der dreiflügelige Gebäudekomplex mit 133 Betten nahezu voll ausgelastet. Neben barrierefreien Zimmern verfügt die Pflegeeinrichtung auch über Plätze für Kurzzeitpflege und einem beschütztem Wohnraum für demenzkranke Menschen. Im Bereich der Pflege ist es von größter Bedeutung auf gut ausgebildetes und motiviertes Personal zurückgreifen zu können. „Die Philosophie unseres Hauses ist, Menschen, die wir ausbilden, auch dauerhaft in ein Beschäftigungsverhältnis zu übernehmen. Durch die Ausbildung und den täglichen Kontakt ist ein besonderes Verhältnis zwischen Personal und unseren Bewohnern entstanden, welches für die tägliche Betreuung von unglaublicher Bedeutung ist“, erklärten Geschäftsführer und Pflegedienstleitung die Personalstruktur. Der Pflegeberuf ist im Zeitalter der demografischen Entwicklung, sehr wichtig und notwendig geworden. „Es muss unser Ziel sein, dass dieser auch die entsprechende Wertschätzung und Akzeptanz in der Bevölkerung genießen könnte“, waren die Wünsche die die Hausspitze dem Bergsträßer Verwaltungsoberhaupt mit auf den Weg gaben.

Flächenverlust für Landwirte, Ortsumgehung Lampertheim Rosengarten, Aufspiegelung der Riedwälder und Förderung des regionalen Obst- und Gemüsebaus waren die Themen, die Dr. Willi Billau als Vorsitzender des Regionalbauerverbandes Starkenburg an Engelhardt als „drückender Schuh“ weitergab.

Der Hof von Billau ist für den Anbau von Sonderkulturen bekannt und eine feste Größe in der Lampertheimer Gewerbe- und Landwirtschaftsbranche.

Neben dem Anbau von Spargel, Erdbeeren, Kartoffeln, Weizen und Knobloch, ist Billau in der Aufzucht von Erdbeer- und Spargelpflanzen aktiv. Während die Spargel und Erdbeeren des Hofes teilweise im eigenen Hofladen bzw. auf den Großmarkt in Mannheim geliefert werden, werden die Kartoffeln je zu 50 Prozent an die Chips- und Salatindustrie veräußert.

„Unsere Arbeit ist wichtig und der Boden und das Land für uns ein existenzielles wichtiges Gut, um unsere Arbeit und unsere Produkte anbauen zu können. Dies muss auch für die Zukunft sichergestellt sein“, so der Appell des Bauerverbandsvorsitzenden an Engelhardt.

„Leider konnte ich nur einige wenige Firmen und Einrichtungen an diesem heutigen Tag besuchen. Aber es zeigt, welche Vielfältigkeit und welches unternehmerische Know-How in Lampertheim vorhanden ist“, so das abschließende Credo Engelhardts.

Bürgermeister Rainer Bersch und Landrat Christian Engelhardt

Groß-Rohrheim ist eine Reise wert: Landrat Engelhardt setzt seine Besuchstour fort

An die nord-westliche Grenze des Kreisgebietes führte ein weiterer Halt der Landrat-vor-Ort-Tour. Christian Engelhart besuchte die Gemeinde Groß-Rohrheim, sprach mit Unternehmern und tauschte sich mit Bürgermeister Rainer Bersch aus.
Vor dem Gespräch mit dem Stadtoberhaupt ging die Reise in das örtliche Gewerbegebiet.

Noch nicht lange in Groß-Rohrheim, aber dennoch eine bekannte Größe ist die Franz Jäger GmbH. Nach Einweihung des neuen Werks im Juni 2015 verfügt der europaweit agierende Spezialist für Fenster, Türen und Wintergärten über eine beeindruckende Produktionsstätte. „Sagenhaft modern, elektronisch geführt vom Auftragseingang bis zum Kundenservice“ zeigt sich Landrat Engelhardt nach der Führung von Geschäftsführer Franz Jäger begeistert.

Durch und durch innovativ präsentierte sich auch die OTTO Cosmetic GmbH, die als Lohnhersteller und –abfüller für Körperpflegeprodukte marktführend ist und 2014 mit dem Worldstar Packing Award ausgezeichnet wurde. Geschäftsinhaber Jürgen Otto stellte als Glanzstück die neue Abfülllinie mit der In-Line-PET-Flaschenblaseeinheit vor, die aus einem Rohling frei wählbare Flaschenformen vor Ort fertigt. „Eine bemerkenswerte Produktionsstätte“ findet der Landrat am Ende des Besuchs.

Die in direkter Nachbarschaft gelegene DEST Lösemittelrecycling GmbH gehört als Mitglied der Overlack Gruppe ebenfalls zu den Marktführern in ihrem Bereich. „Die stoffliche Verwertung von industriellen Lösemittelabfällen dient unserer Umwelt in besonderer Weise“, so Engelhardt. Managing Director Tommy Reinbold erläuterte die ausgeklügelten Prozesse, die streng überwacht in den Aufbereitungsanlagen ablaufen. Als Mitglied der Umweltallianz Hessen sieht sich das Unternehmen ökologischer Nachhaltigkeit besonders verpflichtet.

Bei dem sich anschließenden Antrittsbesuch im Groß-Rohrheimer Rathaus bedankte sich Landrat Engelhardt bei Bürgermeister Bersch für die freundliche Begleitung bei den Unternehmensbesuchen. Neben einem sehr hohen Standard hätten die Betriebe ein starkes Wachstum gemeinsam. Dies sei sehr erfreulich, aber auch eine Herausforderung, Rahmenbedingungen für eine weitere Entwicklung zu schaffen. So ging es in dem Austausch auch um die Frage nach Wachstumsflächen und auf welche Weise die Wirtschaftsförderung des Kreises Bergstraße unterstützend tätig werden kann. Angesprochen wurden darüber hinaus die Themen Erschließungsbeiträge, Flüchtlingssituation und aktuelle Entwicklungen vor Ort. „Auch für mich war dies ein informativer Vormittag“ teilte Bürgermeister Bersch mit. Landrat Engelhardt freut sich auf den Gitarrenzauber 2016. „Ich habe 8 Jahre Unterricht auf der Konzertgitarre genossen und bin ein großer Fan dieses Instruments“ lässt er wissen.

Bürgermeisteri Bärbel Schader und Landrat Christian Engelhardt

Landrat vor Ort in Bürstadt: Eine Stadt die blüht und lebt und viele Visionen hat

Landrat Engelhardt und Bürgermeisterin Schader planen gemeinsame Projekte

Eine weitere Station bei der „Landrat vor Ort“-Tour führte  Landrat Christian Engelhardt nach Bürstadt.

Bevor es ihn ins Rathaus zu Bürgermeisterin Bärbel Schader verschlug, besuchte er vorab einige in der Sonnenstadt beheimatete Firmen, um sich über die heimische Wirtschaft zu informieren und die Betriebe kennen zu lernen.

Den ersten Halt legte er bei „Gärten von Gärtner“ ein. In dem Betrieb, der sich bereits seit über 100 Jahren im Familienbesitz befindet informierte Engelhardt sich über die derzeitige Wettbewerbssituation. „Der Wettbewerb ist groß. In unserer Branche ist eine häufig auftretende Schwarzarbeit  ein großes Thema und beeinflusst natürlich den Wettbewerb im großen Maße“, erklärt Franz Müller, Geschäftsführer des Familienbetriebes. Auch das Potenzial von Flüchtlingen als Nachwuchskräfte wurde ausführlich besprochen Aufgrund des immer größer werdenden Fachkräftemangels, ist der Einsatz von Flüchtlingen wichtiger Ansatzpunkt.

Im Anschluss ging es weiter zu Gräf Gardinen- und Raumausstattung. Ein Unternehmen in bereits zweiter Generation. „Ein Juwel in unserer Region. Mit der deutschlandweiten Ausstattung von Hotels trägt das Unternehmen Gräf Gardinen- und Raumausstattung zum dauerhaften Erhalt von Arbeitsplätzen bei“, betont Landrat Christian Engelhardt im Gespräch.

Seit mehr als 40 Jahren zeigt sich das Raumausstattungsunternehmen regional und überregional von seiner kreativsten Seite und bietet als Objekt- und Raumausstatter kompetente Unterstützung und Lösungen bei der Umsetzung von Gestaltungsmöglichkeiten.

Bei der Führung durch den Traditionsbetrieb „Stadtmüller Bedachungen“  konnte Engelhardt einen weitreichenden Eindruck über das Handwerk des Dachdeckers gewinnen. „Es hat sich einiges getan. Die klassischen Dachdeckerarbeiten gibt es kaum noch, dafür wird im  technische Bereich ein immer größeres Know-How gefordert“, weiß Geschäftsführer Hermann Hofmann zu berichten. Nicht nur Privatkunden zählt Stadtmüller Bedachungen zu seinem Kundenkreis, auch namenhafte Großkunden wie Daimler, SCA und Caterpillar. „Die Metropolregion spielt uns hier in die Karten“, teilt der Unternehmer mit. Auch er beklagt einen Fachkräftemangel und einen schlechten Bildungsstand der Auszubildenden. Hier muss nachgesteuert werden“, so Hofmann. Um den Fachkräftemangel etwas ausgleichen zu können, hat Hofmann einige Flüchtlinge eingestellt, die sich sehr gut integriert haben. Hofmann selbst zählt zu den Gründern des Wirtschaftsrates Bürstadts und ist Vorstandsvorsitzender der Baugenossenschaft. „Es macht Spaß etwas zu bewegen“, erklärt der Geschäftsführer im Gespräch. Bevor des für den Verwaltungschef ins Rathaus weiterging lobte Engelhardt das Engagement Hofmanns „Einen so aktiven Unternehmer und Stadtentwickler wie Sie es sind, braucht eine  Kommune, denn nur so kann in den Städten und Gemeinden etwas bewegt werden.“

Bei Bürgermeisterin Bärbel Schader wurde der Heppenheimer Verwaltungschef auf herzlichste begrüßt und in der Sonnenstadt willkommen geheißen. Zwar war Christian Engelhardt bereits einige Male in der Bürstadt, jedoch das erste Mal offiziell als amtierender Landrat.

Schader dankte Engelhardt für die Einhaltung seines Wahlversprechens und freute sich über die Zusage über die Nachmittagsbetreuung „Pakt für den Nachmittag“ für die Schillerschule. Das Betreuungsangebot „Pakt für den Nachmittag“ bietet eine Betreuung der Schüler bis 17 Uhr im Grundschulbereich, somit ist kann der Schulstandort Bürstadt mit einer Ganztagsbetreuung punkten. Um die entsprechenden Baumaßnahmen, wie das Errichten einer Mensa und einige Sanierungsarbeiten, in die Wege leiten zu können, wurde kürzlich 1 Million Euro in den Investitionsplan für die Schillerschule aufgenommen. „Die Schillerschule ist eine der größten Grundschulen im Kreis, mit einer wachsenden Schulgemeinde. Hierfür müssen Erweiterungsmaßnahmen nach und nach vorgenommen werden“, betonte Schuldezernent Engelhardt im Gespräch.

Weiterhin kam Engelhardt mit der Zusage, dass die Bobstädter Sporthalle erneuert wird. Gerade die Küche und die sanitären Anlagen sind bereits in die Jahre gekommen und sanierungsbedürftig. Im Rahmen der Dorferneuerungsprogrammes wird ebenfalls ein Anbau geplant, der als Begegnungsraum dienen soll. Da in dieser Halle regelmäßig die Schüler und Schülerinnen der Astrid-Lindgren-Schule turnen, ist der Kreis als Schulträger federführend an den Maßnahmen beteiligt.

Neben dem Schulangebot wurde die große Vision eines  Sport- und Bildungscampus in Bürstadt thematisiert. Hierfür benötigt die Riedkommune  große Hilfe bei der Umsetzung, so sprach Schader gleichzeitig ihre damit verbundene Bitte um Unterstützung aus. „die Kostenschätzungen belaufen sich auf rund 10,6 Million Euro, dies können wir keineswegs alleine stemmen. Derzeit werden die Anträge auf entsprechende Fördermittel geprüft“, so das Stadtoberhaupt. Nicht zuletzt würde dieser Campus einen enormen Beitrag zum Thema Integration leisten. Auch Landrat Christian Engelhardt zeigte sich von dieser Idee angetan, „ in einer Stadt, in der Bewegung ist, wäre so ein Gelände sicherlich eine Bereicherung.

Schader verwies noch auf einige Höhepunkte in den kommenden Jahren hin. Im kommenden Jahr wird Bürstadts „Alla-Hopp-Anlage“ eröffnet, ebenso öffnen sich die Pforten des Back- und Brauhauses Drayß. 2017 feiert die Stadt Bürstadt gleich zwei Jubiläen, 50 Jahre Stadtrechte und 7000 Jahre Gemeinde Bürstadt.

Mit den Worten „Ich freue mich auf die gemeinsamen Projekte. Kommen Sie bald wieder“, verabschiedete sich Bürstadts Bürgermeisterin zu zeigte sich sichtlich angetan vom Besuch des Bergsträßer Landrats.

Bürgermeister Röth und Landrat Engelhardt

Grasellenbach ist ein touristischer Anziehungspunkt: Landrat Engelhardt besucht Bürgermeister Röth

Mit dem Besuch in Grasellenbach geht die Landrat-vor-Ort –Tour durch den Kreis Bergstraße weiter.

Schulleiterin Kathrin Arnold begrüßte Landrat und Schuldezernent Christian Engelhardt und stellte die Besonderheiten ihrer Schule vor. Die zu den kleineren Grundschulen im Kreis gehörende Ulfenbachtalschule zeichnet sich durch ein tolles pädagogisches Konzept aus. 4 Flex – Klassen, bei denen Kinder der Jahrgangsstufen 1 – 3 ganz individuell ihrem Leistungsniveau arbeiten und lernen können, eine Schule mit Forschungsschwerpunkt und Werken, aber auch aufgrund der schönen Lage sehr Naturorientiert arbeitet, begeisterte Landrat Engelhard. „Schule und Bildung sind meine zentralen Themen, die ich als Landrat weiter forcieren und fördern möchte. Der Reiz der kleineren Grundschulen in den ländlichen Regionen des Kreises finde ich dabei ganz besonders schön und für Kinder ein ganz ausgezeichnetes Lernumfeld. Auch die medienpädagogische Arbeit mit Laptops bei den Kleinen finde ich ganz besonders spannend“.

Beim Besuch der Coronet Werke im Ortsteil Wahlen informierte sich Landrat Engelhardt über die aktuelle Lage und die Herausforderungen des Unternehmens, das sich seit vielen Jahren auf den Bereich der Kleiderbügelherstellung spezialisiert hat. Das Unternehmen mit 100 Mitarbeitern zählt zu den größten Arbeitgebern der Odenwaldgemeinde.
„Gerade der Internethandel und die Tatsache, dass Kleiderbügel in der Textilbranche mehrfach verwendet werden, stellen für uns Problembereiche dar. Dennoch sind wir zuversichtlich – dass wir trotz der ungünstigen infrastrukturellen Lage – unsere Produkte aufgrund Qualitätsargumenten auf dem Weltmarkt positionieren können“, zeigte sich Geschäftsführer Alberts zuversichtlich. Wir schaffen es, innerhalb 24 Stunden in komplett Europa auszuliefern, was für uns ein dickes Plus ist“.

Das 3-Sterne plus Ringhotel Siegfriedbrunnen war die letzte Station der Firmenbesichtigungen. Inhaber und Geschäftsführer Ernst Samer bat Engelhardt um Unterstützung hinsichtlich des immer stärker werdenden Fachkräftemangels. Trotz infrastruktureller Probleme und den Tücken des ländlichen Raums sieht Samer den Odenwald als Tourismusregion in den nächsten Jahren gut positioniert. „In der Welt in der Stress und Hektik immer stärker zunimmt, können wir mit unserer wunderbaren Luft, einer fantastischen Natur stressgeplagten Menschen die nötige Erholung und Entschleunigung bieten“. Das Traditionshaus mit über 100 –jähriger Geschichte plant weitere Investitionen und seinen Ruf als bestes Hotel des Odenwaldes weiter Rechnung zu tragen.

Flüchtlinge, Gewerbe und Tourismus waren die zentralen Themen, des Gesprächs zwischen Landrat Engelhardt und Bürgermeister Röth. Engelhardt betonte ausdrücklich die gute Zusammenarbeit der Gemeinde und des Eigentümers der beiden Flüchtlingsunterkünfte in Grasellenbach mit dem Kreis Bergstraße. „Was das Thema Akzeptanz und Integration der Flüchtlinge angeht, zeigt sich Grasellenbach mit seinen Bürgern vorbildlich. Für uns als Kreis ist es einfacher zu wissen, dass die Sache gut funktioniert“, lobt Engelhardt ausdrücklich die gute Zusammenarbeit mit der Kommune. Ein weiteres wichtiges Thema des Gespräches war die Wirtschaftsförderung und die damit einhergehenden Probleme des ländlichen Raumes. Wir sind in der Region auf Arbeitsplätze angewiesen.

Als Tourismusregion die förderfähig ist, zeigte sich Engelhardt begeistert von der Region Odenwald. „Ich war vor kurzem in Grasellenbach zwischen zwei Terminen wandern entlang des Siegfriedsbrunnen, dass ich so beeindruckt von der schönen Region war, dass ich die Zeit vergaß und meinen Folgetermin mit Verspätung erreicht habe“, erzählte Engelhardt eine schöne Anekdote in Verbindung mit Grasellenbach.

Wir müssen versuchen, dass Körperschaftsdenken abzulegen und Strategien zu entwickeln die der Odenwaldregion noch mehr Nutzwert bringt. Es wäre toll, wenn wir die Tourismusverbände die in und für die  Region agieren gewinnen könnten, um die grenzübergreifende Zusammenarbeit zu stärken und zu optimieren.

Eine gemeinsame Konzeption und ein regelmäßiger Austausch wurde zwischen Engelhardt und Röth vereinbart.

Landrat Christian Engelhardt

Ein neues Affengehege: Landrat Christian Engelhardt überreicht Bewilligungsbescheid für den Neubau des Berberaffengeheges im Bergtierpark Erlenbach

Für die Errichtung eines neuen Geheges für die Berberaffen im Erlenbacher Bergtierpark, erhält die Gemeinde Fürth einen Bewilligungsbescheid aus dem LEADER-Programm in Höhe von 63.375 Euro. „Der Bergtierpark ist eine gutbesuchte Freizeitanlage und beliebtes Naherholungsziel für Familien im Kreis Bergstraße und über die Kreisgrenzen hinaus. Darum freue ich mich den Bescheid für die Errichtung eines neuen Geheges zu überreichen“, erklärte Landrat Christian Engelhardt.

Der Park beherbergt Gebirgstiere aus fünf Erdteilen, dazu zählen unter anderen die Berberaffen. Derzeit sind sieben Tiere im Bestand. Das neue Gehege wird so angelegt, dass weitere drei Tiere aufgenommen werden können. Die Affen erhalten im neuen Gehege mehr Platz und die Möglichkeit der Vergesellschaftung mit den benachbarten Mähnenspringern. Die nordafrikanische Wildziege und der Berberaffen stammen beide aus gleichen Heimatorten und pflegen in der freien Natur untereinander soziale Kontakte. Im neuen Gehege soll durch einen von den Affen durchgängiger Zaun den Austausch der Tiere ermöglichen. Darüber hinaus werden im Gehege erhöhte Schlafboxen angebracht und ein Wasserbecken zum Baden installiert.

„Mit der Umsetzung der Maßnahme wird ein hoher Beitrag zur Erhaltung und Verbesserung der Attraktivität des Bergtierparks geleistet. Dies ist ein wichtiger Faktor zum Ausbau der touristischen Infrastruktur, insbesondere für den Familienurlaub in der Region“, betonte der Bergsträßer Landrat.

Baustart ist im Frühjahr 2016 und als Projektende ist Ende Juni 2016 angesetzt.

Integration braucht Partnerschaft: Das Ausländer- und Migrationsamt lädt zum Projektfest „Integration braucht Partnerschaft“ ein / Helfer gesucht

Das Ausländer- und Migrationsamt des Kreises Bergstraße lädt in diesem Jahr zum achten Mal zum Projektfest „Integration braucht Partnerschaft“ ein. Am Samstag (23.) treffen sich wieder Menschen, die Vielfalt leben und sich an dem Programm „Integration braucht Partnerschaft“ beteiligen, zum gemeinsamen Fest.
Kreisbeigeordneter Matthias Schimpf lässt es sich nicht nehmen, den Mitwirkenden persönlich für ihr Engagement zu danken: „Wir verdanken all den engagierten Helfer, dass an diesem Nachmittag die unmittelbare Bereicherung der kulturellen Vielfalt an der Bergstraße erlebbar gemacht wird. Trotz aller Verschiedenheit besteht Einigkeit in der gemeinsamen Verantwortung für die Gestaltung des Zusammenlebens.“

Die Gesangsgruppe „Les Balladines“ aus Mannheim mit dem Gitarristen Alfred Baumgärtner wird die Besucher nach Frankreich entführen. Dass die Liebe zum Herkunftsland und Integration in die neue Heimat sich nicht ausschließen müssen, sondern sich hervorragend ergänzen können, dafür stehen die Sängerinnen der Chansongruppe „Les Balladines“. Sie sind allesamt Französinnen, die aus Herzensgründen nach Deutschland kamen, deren Herz – sicherlich zur Freude der Zuhörer und Zuhörerinnen, auch in Frankreich geblieben ist.

Seit 2007 werden im Kreis Bergstraße Integrationspartnerschaften gebildet, in denen ein ehrenamtlicher Integrationspartner ein Jahr lang einen (Neu-) Zuwanderer begleitet. Entscheidend sind dabei gemeinsame Interessen und persönliche Sympathien. Zusammen übt man die deutsche Sprache, besucht Veranstaltungen und verbringt einen Teil der Freizeit miteinander. Positive Effekte für beide Partner sind die Regel: Der Integrationsbegleiter lernt z.B. die Schwierigkeiten, die das Verlassen der alten Heimat und der Aufbau einer neuen mit sich bringen, besser verstehen und erhält Einblick in unbekannte Kulturen. Dem Einwanderer erleichtert der Kontakt die persönliche Teilhabe am Leben in seinem neuen Lebensumfeld. Die Partnerschaft beugt einer sozialen Isolation vor und so erweitern beide Seiten ihren Horizont.

In den vergangenen Jahren engagierten sich annähernd zweihundert Männer und Frauen ehrenamtlich als Integrationsbegleiter oder -Begleiterin. Einige Begleiter sind seit Beginn des Programms dabei. Sie nehmen so viel eigenen Gewinn aus dieser Aufgabe mit, dass sie seither mehrere Partnerschaften begleiteten. Das Interesse auf der Seite der Migranten ist hoch, sodass eine Warteliste angelegt werden musste. Viele hoffen seit Wochen, dass ihnen ein Integrationsbegleiter oder eine Integrationsbegleiterin zur Seite gestellt werden kann.

Susan Massarat, die Projektkoordinatorin, sucht dringend kreisweit Deutsche und Migranten mit guten Deutschkenntnissen, die bereit sind, sich regelmäßig mit Einwanderern zu treffen und diese bei der Eingliederung in unsere Gesellschaft zu unterstützten. Frau Massarat ist erreichbar unter der Telefonnummer: 06252-155448 oder per Mail: susan.massarat@kreis-bergstrasse.de

Das Fest findet am Samstag, den 23. Januar, von 17:30 bis 20:30 Uhr im Haus am Maiberg in Heppenheim, Ernst-Ludwig-Straße 19 statt. Interessierte sind herzlich eingeladen.